Rudertour auf dem Sylvensteinspeicher und Tegernsee

Am 22. und 23. Juli 2023, insgesamt etwa 40 km

Wir starten am Ruderverein Lengriess in Fall am Sylvensteinspeicher: Fahrtenleiter ist Rolf. Armin, Claudia, Constantia, Elke, Eva, Karin mit ihrem Mann, Klaus, Sabine, Susanne stellen die Mannschaften und last but not least Martin vom Ruderverein Tegernsee.


1. Tag  – Sylvensteinspeicher
Mit einem Zweier mit Steuermann/-frau, einem Blauwal und einem fußgesteuerten Vierer wurden alle 3 Arme des Sylvensteinspeichers sorgfältig abgefahren, sonst käme auch keine Strecke zusammen. Man rudert in einer traumhaften Berglandschaft auf türkisfarbenem Wasser. Nach dem in den 50er Jahren geflutetem Dorf Fall haben wir zwar gesucht, es war aber nicht zu finden. Da Gewitter angesagt war – das aber nicht kam – hatten wir den See mehr oder weniger allein. Ein paar Angler waren unterwegs, die einige prächtige Hechte gefangen hatten.

2. Tag – Tegernsee

Das Hotel „Jäger von Fall“ hatte für uns die perfekte Lage. Einerseits war der Weg zum Bootshaus für den Sylvenstein Speichersee nicht weit und die Nähe zum See lud ein zu einen morgendlichen Sprung ins erfrischende Bergwasser und andererseits war die kurze Autofahrt nach Tegernsee in 30 Minuten erledigt.

Martin, unser Guide vom Ruderverein am Tegernsee, war bereits vor Ort, und wir staunten nicht schlecht, als die Tür zur Bootshalle aufging. Viele wunderschöne Boote! Wir
wählten einen gesteuerten 6er („Paul)“ und den gesteuerten 3er („Oldie“) aus. Beide Boote konnten mit wenigen Schritten und durch einen kleinen Schilfgürtel getragen ins Wasser gelassen werden. Die Freude war groß auf die schöne Seerundfahrt mit großartigem Bergpanorama und zahlreichen zauberhaften Gebäuden am Uferbereich, die uns auf äußerst witzige Art vom Martin erklärt wurde. Natürlich waren kurze Ausflüge in die Geschichte des Tegernsees nicht zu vermeiden. Sonntags ist bei gutem Wetter immer Hochbetrieb auf und um den See, und wir hatten mit Sonne, Wind und Wellen von zahlreichen Schiffen zu kämpfen. Außerdem hingen uns die 20 km vom Vortag noch in den Knochen, aber gegen 15 Uhr konnten wir glücklich und erschöpft am Bootssteg wieder anlegen.

Die intensive Pflege und Reinigung der Boote durch uns wurde staunend bewundert. Anscheinend ist der vorbildliche Umgang mit den Ruderbooten nicht immer und überall die Regel. Vor der Heimfahrt konnten wir noch gemütlich im idyllischen Vereinshäuschen, das direkt am See über dem Wasser gelegen ist, beieinander sein, unsere Brotzeit und die erfrischende Getränke unserer Gastgeber genießen. Ein traumhaftes Ruderwochenende ging zu Ende, und selbst der übliche Rückreiseverkehr am Sonntag Nachmittag war nicht als lästig empfunden worden.