Münchener Ruder- und Segelverein "Bayern" von 1910 e.V.
MRSV

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Ostertrainingslager in Völkermarkt
Bericht vom 31. März 2016

Zur Vorbereitung auf die Saison 2016 fuhren wir wie jedes Jahr auch dieses Jahr in der ersten Woche der Osterferien ins Trainingslager. Diesmal ging es für uns nach Kärnten an die gestaute Drau, welche als das schönste Rudergewässer Europas gilt.

Nachdem wir zwei Nachmittage in Starnberg Boote abgeriggert und verladen hatten, konnten wir am Freitagmittag endlich Richtung Kärnten aufbrechen. Im Ruderzentrum Völkermarkt entledigte wir uns nach fünf Stunden Autofahrt der Anhänger und fuhren weiter in das Hotel Silvia am Klopeiner See, wo auf den ersten Bus schon ein köstliches fünf Gänge Menü wartete. Während diese schon beim Nachtisch angekommen waren, trödelte auch die zweite Gruppe ein, von denen einige vorher noch ihr Abitur im Schwimmen abgelegt hatten. Im Anschluss an das Abendessen wurden die Zimmer bezogen und die Koffer ausgepackt. Den Abend ließen alle gemütlich ausklingen.

Ostertrainingslager in Völkermarkt

Am nächsten Morgen gab es wie in der gesamten kommenden Woche ab halb acht ein vielfältiges Frühstücksbuffet. Danach brachen wir Richtung Ruderzentrum auf, wo wir die Boote aufriggerten, unser MRSV Zelt aufstellten und nach der ersten gemeinsamen Gymnastik endlich aufs Wasser gehen und mit dem Training beginnen konnten. Bereits in der ersten Einheit ruderten wir 20 km auf dem Stausee. Nach einer kurzen Mittagspause inklusive Nickerchen gingen wir gleich wieder aufs Wasser und absolvierten die zweite Einheit. Abends kamen wir gegen 17:30 Uhr wieder im Hotel an. Nach ausgiebigem Duschen und einer ersten kurzen Entspannungspause trafen wir uns zum gemeinsamen Abendessen. Das abendliche Menü war stets ausreichend und zauberte selbst den schlimmsten Kritikern ein Strahlen ins Gesicht.

Auch die weiteren Tage verliefen sehr ähnlich. Geweckt wurden wir das ein oder andere Mal von Weckanrufen aus anderen Zimmern. Jeden Morgen nach dem Frühstück begannen wir mit Videoanalyse für jedes Boot, um Fehler zu erkennen und diese zu verbessern. Gegen 10:00 Uhr kamen wir im Ruderzentrum Völkermarkt an und stiegen nach kurzem gymnastischem Aufwärmen in die Boote. Nach der ersten Einheit gab es mittags in einer Pizzeria in Völkermarkt Essen. Im Anschluss an das Essen folgte nach einer kurzen Verdauungspause die zweite Einheit.

Ostertrainingslager in Völkermarkt

Die Einheiten wurden sehr unterschiedlich gestaltet, wir ruderten Belastungen, achteten intensiv auf unsere Technik oder übten Starts. Begleitet wurden wir dabei auf dem Motorboot von Tom Thallmair als Trainer, Felix Frings als Kameramann für die Videoanalysen und Hans-Johann Färber. Färber gewann unteranderem auf den Olympischen Spielen 1972 in München Gold. Wir hatten ihn eingeladen uns zu begleiten, da er seit einigen Jahren seine Enkelin Marie-Sophie sehr erfolgreich trainiert. Marie-Sophie ruderte bei uns in verschiedenen Booten mit, da eine Renngemeinschaft mit ihr diskutiert wird. Neben unseren Einheiten auf dem Wasser, trainierten wir zwei Mal auch an den Slings im Kraftraum. Grundsätzlich trainierten wir 17 Ruderer in einem Mädchendoppelvierer, vier Zweiern und fünf Einern. Natürlich wurden die Besatzungen auch manchmal etwas durchgemischt. Wichtig war während des Trainings das Tragen der besonders hübschen Schwimmwesten, wobei es glücklicherweise keiner auf einen Tauchgang im 5?C kalten Stausee angelegt hat.

Ostertrainingslager in VölkermarktWenn wir abends nach „Hause“ kamen, geduscht und unser ausgedehntes Abendessen gegessen hatten, trafen wir uns meisten ins größeren Gruppen in Zimmern, schmissen uns müde auf die Betten, der Fernseher wurde angeschaltet und Süßigkeiten verzehrt. Nebenbei haben wir uns unterhalten und spielten Mühle. Einige Jungs nutzen die Zeit und ließen sich von den Mädels massieren. Gleichzeitig wurden Sendungen, wie Germanys Next Topmodel vor allem von unsrer männlichen Belegschaft kommentiert, was von den Damen nicht unbedingt befürwortet wurde. Aber auch die Abiturvorbereitungen der Zwölftklässler wurden von einigen nicht vernachlässigt. Andere waren der Meinung, dass auch nach dem Trainingslager noch genügend Zeit dafür wäre.

Im Rückblick auf die Woche haben wir viel gelernt. Wir konnten bei tollem Wetter und meistens auch glattem Wasser optimal trainieren. Obwohl sich leider vor dem Trainingslager einige verletzt hatten, fuhren alle mit und ruderten tapfer mit. Auch wenn einige über die Schmerzen ihrer Hände, wegen der vielen Blasen, jammerten hielten alle durch. Wir hatten sehr viel Spaß und sind der Meinung, dass es sehr gelungene und erfolgreiche neun Tage waren.

 

Datum: 31.03.2016 - Text/Fotos: Theresa Mölbert und Maximiliane Schacht