Münchener Ruder- und Segelverein "Bayern" von 1910 e.V.
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Hast Du mal nen 11er für die Bärbel... - Bericht zur Hochrheinfahrt vom 3./4. Oktober 2015
Bericht vom 27. Oktober 2015

Bericht zur Hochrheinfahrt vom 3./4. Oktober 2015

Der Vereinsbus war mit dem notwendigsten gepackt, los gings am Freitag, den 2.10., per PKW, Bus und Bahn nach Waldshut, um der Einladung unseres MRSV-Mitglieds Herrmann zu folgen: zwei Tage rudern auf Rhein und Aare, kompletiert mit einigen Mitgliedern seines dortigen Clubs. Die Fahrt nach Waldshut zog sich über fünf Stunden, doch die Ukuleleklänge von Rolf, unseren begleitenden Gesang, muntere Gesprächen oder entspannende Nickerchen sorgten für Kurzweil. Claus fuhr uns sicher und konsequent über bayerische Nebenwege und durch badische Hoch-Tief-Kurvenlandschaften. In Waldshut empfing uns ein frisch „gesaunter“ Thomas (Bahnfahrer) und die beiden PKW-Ehepaare Mendius und Eck. Herrman briefte uns noch am Abend für die beiden nächsten Tage.

Bericht zur Hochrheinfahrt vom 3./4. Oktober 2015Samstagmorgen (sehr frühes Aufstehen!) empfingen uns unterhalb des Rheinfalls in Schaffhausen blauer Himmel und die Vereinskameraden aus Waldshut, die netterweise die vier Vierer schon am Abend zuvor abgeriggert hatten. Die speziellen Auslegermuttern der Bärbel (11er!) sorgten für hektische Werkzeugfahndung beim Aufriggern und schuf rasch erste Kontakte. Das Wetter war wie angekündigt erste Sahne. Jedes Boot wurde jeweils mit einem Flusskundigen und vier von uns besetzt, kurzer Abstecher gen Rheinfall, Photo und los ging´s flussabwärts.

Der Rhein ist dort ein wunderbarer kleiner Fluss, unberührt von Straßen oder gar Bahn in Ufernähe, kaum Wanderern, auch unberührt von anderen Wassersportlern – wir fuhren also einsam und vergnügt durch eine fast urwaldartige, buntbelaubte Herbstlandschaft, unterbrochen nur von drei Slipanlagen, die für manche von uns neu, aber auch spannend waren, weil typisch schweizerisch a`la Standseilbahn. Dennoch kamen wir erst am Nachmittag zu dem ersehnten "Biergarten" (Schweizerisch: "Beiz"), wo wir aber sehr ausgiebig die Eck´sche Brotzeit sowie Evas Kuchen genossen. Für weitere Ruderkilometer blieb da kaum noch Zeit und in Eglisau wurde der 11er wieder herausgeholt...

Bericht zur Hochrheinfahrt vom 3./4. Oktober 2015

Der sonntägliche Morgen zeigte sich uns gnädig. Ausschlafen, Frühstücken, Auschecken, Aufriggern am Waldshuter Club. Bootseinteilung: der erfahrene, freundliche und stets gut gelaunte Rósche (Schweizer Aussprache von Roger, Betonung auf der 1. Silbe) übernahm die gründliche Einweisung, denn heute sollte unser Weg rheinaufwärts zur Aareeinmündung führen, die hier bei der Mündung breiter ist als der Rhein. Dort lauerten gefährliche Strudel, Untiefen und, wie es sich zeigte, eine "Schlüpfanlage" auf uns.

Bericht zur Hochrheinfahrt vom 3./4. Oktober 2015Der Wetterbericht zeigte sich desorientiert, denn stündlich wurde es mehr und mehr spätsommerlich heiß. Die gefährlichen Stellen bewältigten wir alle grandios, nur beim Seilbahnfahren mit der "Schlüpfanlage" gen Aarestausee verloren zwei Ruderer ihren Halt und nahmen ein erfrischendes Bad. Das aber tat weder ihnen noch der ganzen Veranstaltung Abbruch, und so ruderten wir jetzt durch ein wunderbares Vogelparadies über den See und in die Aare.

Zurück im Waldshuter Club empfing uns, von Helga und anderen Clubdamen vorbereitet, köstlicher Kuchen und dazu Mengen an Kaffee, und wer wollte, konnte auch von dem aus Starnberg mitgebrachten Tegernseer Fassbier kosten. Der Abschied von den Waldshutern war herzlich und von der Vorfreude auf ihren Gegenbesuch bei uns im nächsten Jahr versüßt.

Bericht zur Hochrheinfahrt vom 3./4. Oktober 2015

Datum: 27.10.2015 - Text und Fotos: Ute Auer/Janni Bez/Eva Keller