Münchener Ruder- und Segelverein "Bayern" von 1910 e.V.
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Aktuelles

Ruderjugend im Aufwind!
Bericht vom 20. Juni 2014

Premiere und erster Regatta-Besuch der MRSV-Rennmannschaft der Ruderjugend war am 10./11.Mai 2014 auf der Olympia-Regattastrecke in München. Mit über 2000 Teilnehmern zwischen 15 und 18 Jahren aus 14 Nationen glich dieser Wettkampf einer vorgezogenen Junioren-Europameisterschaft.

Die B-Junioren (Philip Mantz und Georg Roth im Doppelzweier) erruderten sich in ihrem ersten gemeinsamen Rennen gleich einen zweiten Platz und damit die Startberechtigung für den ersten gesetzten Lauf des Folgetages. Dort mussten sie ihrer noch fehlenden Rennerfahrung Tribut zollen und kamen auf Platz 6 ins Ziel. Auch im umbesetzt fahrenden Doppelvierer holten sich unsere Junioren Philip Mantz, Georg Roth, Sebastian Salmen, Maximilian Schwepcke und Steuerfrau Theresa Gadilhe durch ein beherztes Rennen die Startqualifikation für den 1. gesetzten Lauf am Sonntag und hinterließen mit Platz 6 einen guten Eindruck.

Maximilian und Lorenz Bayerlein im Zweier ohne der 17/18- Jährigen sowie Lea Siebler und Sebastian Salmen jeweils im Einer der 15/16-jährigen mussten den erfahrenen und schon länger im Wettkampf tätigen Gegnern den Vortritt lassen, überzeugten aber durch ihren Kampfgeist und trotz widriger Wasserverhältnisse technischem Können.

2000m stromauf war die Streckenlänge der beiden Jungen- und Mädchen-Vierer bei der Welfenregatta in Kaufering am 17. Mai. Neun Kinder-Vierer gingen an den Start, unsere Mädchen (jüngste Mannschaft) belegte bei ihrem ersten Rennen Platz 6, unser Jungs reihten sich bei ihrem ersten Start auf Platz 4 ein.

Bei den offenen Rennen starteten 25 Gig-Doppelvierer und elf Achter. Gewertet wurde nach dem „Welser“-System, bei dem es für gemischte Boote und Teilnehmer über 30 Jahren eine Zeitgutschrift gibt. Unsere Junioren A (17/18 Jahre) siegten in diesem Rennen.

Die Tradition, die Pfingstferienwoche in Deggendorf zu trainieren, die von 1993 bis 2009 ununterbrochen bestand, aber in den letzten vier Jahren zum Stillstand gekommen war, erfährt ihre Renaissance in großem Stil: Insgesamt 48 Teilnehmer zwischen 12 und 75 Jahren erlebten eine ereignisreiche Zeit mit straffem Trainingsprogramm, aber auch genügend Freizeit.

Der Tag begann um 6:30 Uhr mit Gymnastik auf der Wiese. Nach dem Frühstück folgen zwei Trainingseinheiten auf der Donau. Die Teilnehmer verbessern Technik, Kraft und Ausdauer in unterschiedlichen Bootstypen und Teamzusammensetzungen. Absolute Tagesspitze: 41 km (Hans Roth). Im Schnitt errudert jeder der Teilnehmer 200km!

Der Höhepunkt der Woche, und in Anbetracht der tropischen Hitze eine herausragende Leistung aller, sind die 36 km von Deggendorf nach Vilshofen auf dem letzten Abschnitt der noch frei fließenden Donau in knapp drei Stunden.

Unter der sportlichen und organisatorischen Leitung von Thomas Thallmair und Georg Kendl, die von Laura Brunnhuber, Katharina Rathke, Lukas Westhaus, Felix Frings, Mathias Bähner und Moritz Faulhaber tatkräftig unterstützt wurden, erfahren die Jugendlichen aus Tutzing und Starnberg, dass das bedingungslose Miteinander nicht nur im Boot, sondern auch beim Einsetzen und Herausnehmen und Verladen der Boote lebensnotwendig ist. Bei der abendlichen Lagebesprechung sind sich alle einig, dass wir kaum einmal so willige, höfliche und auch leistungsstarke Jugendliche hatten wie diese.

Direkt aus dem Pfingsttrainingslager griffen wir in das Wettkampfgeschehen in Bad Lobenstein am Bleilochstausee ein und stellten uns den Gegnern aus Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Bayern, Hessen und Baden-Württemberg. In ausschließlich vollen Startfeldern konnten wir elf Siege und mehrere äußerst knappe (immer im 1/10 Sek. Bereich) 2. Plätze erringen. Siegreich waren im Einer Lea Siebler bei den 15/16 jährigen Juniorinnen und mit ihrer Partnerin Sonja Baumgartner im Doppelzweier. Bei den 17/18 jährigen Junioren konnte sich Hans Roth zweimal im Einer durchsetzen. Sehr souverän zeigten sich Maximilian Schwepcke, Georg Roth, Philip Mantz und Mathis Faulhaber mit Steuermann Jonathan Schönecker, die ihre Doppelvierer und Doppelzweier mit deutlichem Vorsprung gewannen.

Datum: 20.06.2014 - Text: ah/MRSV