Münchener Ruder- und Segelverein "Bayern" von 1910 e.V.
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Aktuelles

Ostertrainingslager 2014
Bericht vom 25. April 2014

Ostertrainingslager 2014

Kaum waren die Ferien angebrochen und die Schüler hatten die Schule verlassen, stieg die fleißige Ruderjugend bereits in die Busse, um nach Italien zum Lago di Mezzola aufzubrechen. So brachen, mehr oder weniger gemeinsam, drei Autos auf, um den Weg auf sich zu nehmen.

Nachdem die Quartiere besichtigt und die Schlüssel überreicht worden waren, ging man bereits am ersten Abend herrlich lecker Pizza essen, in dem Lokal, in dem die Rudertruppe jeden Mittag und Abend mit mehr als ausreichendem und hervorragendem Essen versorgt wurden. Dieses "Zusammentreffen" der einzelnen Fahrer zeigte sich schwieriger als erwartet, da es zu größeren Abstimmungsschwierigkeiten kam. Soll heißen: eine Stahlbrücke ist keine Steinbrücke, und dann ist die eigentliche Stahlbrücke auch keine Stahlbrücke, was zu großen Verwirrungen führte und zu einer einstündigen Irrfahrt durch Italien wurde. Frühstück erhielten wir jeden Morgen neu und individuell gestaltet von Claudia, unserer Ferienwohnung-Besitzerin, die es mit viel Mühe schaffte, jeden Morgen etwas Leckeres zum Frühstücken auf den Tisch zu zaubern. Dies verleitete einige sogar dazu, ihre Wecker früher zu stellen, um die leckersten Teile des Frühstücks für sich zu ergattern.

Am nächsten Morgen ging es dann bereits früh los. Jeden Tag, bis auf Mittwoch, durften sich die Älteren durch zwei, teilweise auch sehr lange Einheiten quälen. Da Sonntag im Ruderverein selbst eine große Regatta stattfand, mussten sowohl die Jugendlichen als auch die Betreuer unfassbar früh aufstehen, was, bis auf sehr kleine Augen, gut überstanden wurde. Die Jüngeren aus der Gruppe durften auch Dienstagnachmittag frei nehmen und sich die schöne Stadt Collico ansehen und diese mit einem leckeren Eis in der Hand genauer erkunden. Während dieser Tour entwickelte aber das Handy der Trainerin ein Eigenleben und tauchte ein wenig später mit einigen merkwürdigen Fotos wieder auf.

Ostertrainingslager 2014

Für alle war Mittwoch der "freie" Tag, an dem der Nachmittag ausnahmsweise nicht zum Rudern genutzt wurde. Dieser wurde zum "Sightseeing" gebraucht, was einige von den Sportlern auch nötig hatten, nachdem sie während des Ruderns doch vermehrt die Landschaft betrachtet hatten, anstelle die Konzentration auf die gut verständliche, aber doch etwas schwer umsetzbare Technik zu legen. Was aber bekanntermaßen nicht wirklich Teil des Ruderns ist. Mit der Fähre ging es einmal über den Comer See, genau an der Stelle, von wo man alle drei Arme, des wie ein "Y" geformten Sees betrachten konnte. Diese Überfahrt war von sehr hohem Wellengang begleitet, wodurch diese eher einer Fahrt auf der Schiffschaukel ähnelte, was jedoch für viel Spaß und manch einen flauen Magen sorgte sowie zu zahlreichen scherzhaften Verbesserungen zur Stabilisierung des Bootes führte.

Jeder Tag war begleitet von langen und harten Strecken, zeitweise auch mit sehr unruhigem Wasser. Insgesamt wurden trotz manchmal schlechter Umstände jeweils 177 km errudert, was sich doch sehen lassen kann. Die Belastungen in den Kleinbooten waren ....

Wir leben noch, auch nach zweimal Orginalstrecke an einem Tag!!! Zur Abwechslung gab es auch längere regenerative Einheiten im Achter, bei denen Tom immer zum richtigen Zeitpunkt zur Stelle war und das Motorboot zum Wassertaxi wurde. Ebenso fand man heraus, dass man nach einer langen Fahrt durch die Mera eine wunderbare schwimmende Insel aus vielen 1ern und 2ern bauen kann. Bei einer Erkundungstour auf dem Zufluss des Lago di Mezzolas besichtigten wir vom Boot aus die älteste Kirche der Gegend aus dem 14. Jahrhundert.

Ostertrainingslager 2014

Zahlreiche Videoanalysen wurden fast täglich dazu genutzt, die eigenen Fehler besser zu erkennen und daraufhin zu korrigieren. Was nebenbei auch noch zu zahlreichen wunderschönen Landschaftsaufnahmen führte.

Trotz der Anstrengung wurde viel gelacht und Blödsinn gemacht, an dem die Sportler, aber auch die Trainer nicht ganz unbeteiligt waren. Was sich zum Beispiel durch schwankende Busse und unerklärliche eulenähnliche Geräusche zeigte, die eintraten, sobald alle ihren Platz im Bus gefunden hatten.

Gegen die (überwiegend männliche) Steifheit half die tägliche Gymnastik mit Herrn Dr. Schwepcke zur Lockerung der Muskulatur. Auch hat die Ruderjugend seit diesem Trainingslager ein neues Ziehkind, das irgendwie doch jeder in sein Herz geschlossen hatte. Von Neuseeland ohne wirkliches Elternteil nach Deutschland gebracht, fand Gilbert hier eine neue Familie. Er wurde schnell Teil der Gruppe und wurde in vielen Aufgaben und auch im Training gezielt mit eingesetzt und musste eigentlich keine Nacht alleine verbringen.

Herr Prof. Dr. Mantz trug immer zum Mittagessen und zum Abendessen eine kleine Rede vor, deren Zitate ich mich hier auch ab und zu bedient habe. An dieser Stelle vielen Dank an Herrn Prof. Dr. Mantz!

Somit zum Schluss eine kleine Zusammenfassung, die sich in der Ausdrucksweise an eben Genanntem orientiert: Wir hatten eine tolle Zeit, super Wetter, leckeres Essen, sind viel gerudert und hatten einfach eine Menge Spaß.

Weitere Fotos gibt's in der Galerie 2014.

Lea Siebler mit Team


Teilnehmer:
Emil Eichelbrönner, Max Obermeier, Jonathan Schönecker, Tristan Häusser, Mathis Faulhaber, Maximilian Schwepcke, Georg Roth, Phillip Mantz, Sebastian Salmen, Lea Siebler, Hans Roth, Maximlian Bayerlein, Lorenz Bayerlein, Jannis Horstmann, Urs Köck

Betreuer/Trainer:
Julia Schwepcke, Felix Frings, Lukas Westhaus, Thomas Thallmair

Datum: 25.04.2014 - Text und Fotos: Lea Siebler mit Team