Münchener Ruder- und Segelverein "Bayern" von 1910 e.V.
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Aktuelles

Rudern auf dem Inn 22./23.September 2012
Bericht vom 24. September 2012

Rudern auf dem Inn
Ratlos am Inn - Foto Bernhard Holocher

Breit ist der Inn fast wie der Mississipi und lang beim Rudern nur von einem Wehr zum nächsten. Das Wasser, lindgrün, trug, man glaubt es kaum, drei Boote nur. Die waren rot (Nemo) und blau (Dr. Günther) und grün (Haubentaucher). Und wir perfekt in Ruderkleidung blau-weiß-rot. Soweit die Farben. Der Landdienst war grandios in allem, immer da und nährreich, voll Fantasie und Freundlichkeit.

Rudern auf dem Inn
Hungrig an Land - Foto Bernhard Holocher

Als wir den Doktor und den Niemand und den Vogel ums erste Wehr geschleppt, ging's Rudern richtig los, am Himmel zeigten blaue Fetzen sich, die Hoffnung stieg. Vom Wetter wollten wir nicht reden. Doch es kam, und wie, das Wetter!

Rudern auf dem Inn
Hilfreich beim Start - Foto Bernhard Holocher

Ein eisig kalter Regen platschte in die warme Mittagssuppe. Wir hatten alle Hände voll zu tun, den Regenschirm zu halten, den Suppenteller und die Brezn. Um der Verzweiflung vorzubeugen, stürzten wir uns in den Bus, schön eng und hoch gestapelt. Das Lachen half uns über alles weg. Gestärkt nun wollten wir das nächste Wehr bezwingen und nicht mehr übers Wetter reden. Der steile Weg zum Einstieg, der war lang und zäh. Von Rosenheimern hatten wir ein Wägelchen geliehen, das bei der Wasserfahrt als Hühnerkäfig dem Nemo letzten Charme verlieh. Nun glaubten wir, es sei das Schlimmste überstanden, da brach der schwarze Himmel auf und Regentropfen schlugen Blasen auf das Wasser und Pfützen in das Boot. Jetzt war nun alles schon egal, ob trockne Schuhe oder nasse, ob Wassersack, ob Regencape. Klatschnass, eiskalt und bibbernd kamen wir an Wasserburg vorüber und waren wenig interessiert an Kunst und Bau. Nur eine heiße Dusche wollten wir und heißen Tee. Das kam dann auch und glücklich aßen wir im warmen Haus zu Abend, wohlwissend, dass anderntags auch alles immer anders werden kann.

Rudern auf dem Inn
Glücklich am Ende - Foto Bernhard Holocher

So war's dann auch. Die Sonne schien, strohtrocken war's, wir konnten's gar nicht glauben. Begossen wurde dieses Hoch mit Sekt, am Mittag gab's Tomaten. Die Wehre waren kein Problem, wir waren jetzt erfahren und nahmen alles leicht. Sogar der letzte Akt, das Aufladen der Boote, ging flott und lustig von der Hand und alle waren einig, dass diese Fahrt am Inn ein voller Treffer war.

Es danken Thomas Bör und unserem Landdienst, Jutta H. und Musch, von Herzen: Angelika J., Inge und Max, Christiane L., Isolde und Klaus, Claus C., Lukas T., Janni, Ernst O., Arthur H., Vitali, Sabine H., Ute H.

Datum: 24.09.2012 - Text: Sabine Holocher